Projekt
Kaum ein Thema im Zusammenhang mit kindlicher Entwicklung sorgt derzeit für so viel öffentliche Debatten wie die Frage nach den Auswirkungen von Smartphones auf unsere Kinder. Trotz großen Interesses ist die Datenlage überraschend schwach: Es mangelt an Studien, mit denen man die Auswirkungen genau beziffern kann. Dieses Projekt soll die Lücke schließen und eine wissenschaftlich belastbare Grundlage für Empfehlungen an Politik, Schulen und Familien schaffen.
Die SMART KIDS Studie ist die weltweit erste randomisiert-kontrollierte Studie (RCT) zu den Effekten von Smartphonebesitz auf die psychische Entwicklung und das Wohlbefinden von Kindern. Die Studie soll im Schuljahr 2026/27 durchgeführt werden. Mit einem Citizen-Science-Ansatz arbeiten die Wissenschaftler:innen dabei mit ca. 500 Familien von Grundschulkindern in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen, die beabsichtigen, ihren Kindern in naher Zukunft ein Smartphone zu kaufen. Im Rahmen der Studie wird zufällig bestimmt, wann genau innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten das Kind dieses Smartphone erhält. Über einen Zeitraum von zwölf Monaten werden Daten von Kindern und Eltern zu Smartphone-Nutzungsverhalten, psychischem Wohlbefinden, sowie Lern- und Selbstregulationsfähigkeiten erhoben. Zusätzlich stellen die Familien der Wissenschaft anonymisierte Nutzungsdaten der Kinder-Smartphones zur Verfügung, die eine objektive Nutzungsmessung erlauben. So können wissenschaftlich fundierte Aussagen über Chancen, Risiken und Schutzfaktoren der Smartphone-Nutzung gemacht werden.
Interessierte Familien können sich gerne über folgende E-Mail-Adresse melden: smartkids@iwm-tuebingen.de
Voraussetzungen:
03/2026 - offen
IWM-Haushaltsmittel

Leiter Arbeitsgruppe
+49 7071 979-140g.brod@iwm-tuebingen.deProf. Dr. Amy Orben, University of Cambridge, UK
Prof. Dr. Florian Schmiedek, DIPF