Informationsumgebungen sind Kontexte mit redaktionell geprüften und kuratierten Inhalten – etwa Museen, Ausstellungen, Archive oder wissenschaftliche Online-Portale. Nutzende bewegen sich hier selbstbestimmt und interessengeleitet. Das IWM erforscht, wie solche Umgebungen gestaltet sein müssen, um Aufmerksamkeit zu binden, Vertrauen zu ermöglichen und nachhaltige Verstehensprozesse anzuregen.
Zentrale Themen sind:
Mit dem MuseumsLab entsteht derzeit am IWM ein Reallabor für die Forschung in musealen Kontexten. Ausstellungssituationen können unter kontrollierten Bedingungen analysiert und weiterentwickelt werden. Eyetracking, Bewegungsanalysen und weitere multimodale Verfahren ermöglichen präzise Einblicke in Aufmerksamkeits- und Verstehensprozesse.
Die Arbeitsgruppe Multimodale Interaktion erforscht, wie Menschen mit digitalen Informationen über verschiedene Sinne und Bewegungen interagieren. Dabei geht es vor allem darum, wie man mehrere Informationsquellen gleichzeitig nutzen kann und wie innovative Technologien wie Touchscreens oder Brain-Computer-Interfaces die Wissensvermittlung unterstützen.
Im Zentrum der Arbeitsgruppe Realitätsnahe Darstellungen steht die Frage nach Prozessen der Informationsverarbeitung und des Wissenserwerbs bei statischen und dynamischen Visualisierungen, die sich durch einen hohen Grad von Anschaulichkeit auszeichnen, beispielsweise Abbildungen, Videos oder virtuelle Welten.
Die Arbeitsgruppe Ästhetik und Lernen untersucht, wie ästhetische Erfahrungen eine Quelle des Lernens sein können - und was genau durch ästhetische Erfahrungen gelernt werden kann. Dabei verfolgt sie einen kombinierten Ansatz, der darauf abzielt, Erkenntnisse aus kontrollierten experimentellen Laborsettings auf ökologisch valide, lebensnahe informelle Lernsituationen zu übertragen.
Die Arbeitsgruppe Wahrnehmung und Handlung untersucht menschliche Wahrnehmungs- und Handlungsprozesse in digitalen Wissensumgebungen. Diese Umgebungen sind oft dynamisch (z.B. Lernvideos), agentisch/sozial (erlauben die Interaktion mit menschlichen und digitalen Akteuren) und verrauscht (enthalten z.B. Falschinformationen und Gegenmeinungen).
Die Forschung der Arbeitsgruppe Wissenskonstruktion fokussiert auf mediale Settings, in denen Gruppen von Personen an einem gemeinsamen Wissensartefakt (zum Beispiel einer Wissensplattform) arbeiten. Wissen wird hier in der Regel nicht direkt zwischen Nutzer*innen, sondern über das Artefakt (das heißt die mediale Plattform) und die dort ablaufenden Prozesse ausgetauscht. Dabei entsteht auf individueller und Gruppenebene neues Wissen.