Kommunikationsumgebungen sind primär auf Austausch und Interaktion ausgerichtet. Wissen wird hier häufig beiläufig erworben. Inhalte stammen sowohl von Expert*innen als auch von Laien. Neben überprüfbaren Fakten finden sich persönliche Meinungen, unbeabsichtigte Fehlinformationen und gezielte Desinformation. Das IWM untersucht, wie Menschen Informationen in solchen dynamischen und teilweise „verrauschten“ Umgebungen wahrnehmen, bewerten und weiterverbreiten.
Im Fokus stehen unter anderem:
Die Arbeitsgruppe Wahrnehmung und Handlung untersucht menschliche Wahrnehmungs- und Handlungsprozesse in digitalen Wissensumgebungen. Diese Umgebungen sind oft dynamisch (z.B. Lernvideos), agentisch/sozial (erlauben die Interaktion mit menschlichen und digitalen Akteuren) und verrauscht (enthalten z.B. Falschinformationen und Gegenmeinungen).
Die Forschung der Arbeitsgruppe Wissenskonstruktion fokussiert auf mediale Settings, in denen Gruppen von Personen an einem gemeinsamen Wissensartefakt (zum Beispiel einer Wissensplattform) arbeiten. Wissen wird hier in der Regel nicht direkt zwischen Nutzer*innen, sondern über das Artefakt (das heißt die mediale Plattform) und die dort ablaufenden Prozesse ausgetauscht. Dabei entsteht auf individueller und Gruppenebene neues Wissen.
Die Arbeitsgruppe Alltagsmedien untersucht, wie Wissen in alltäglichen Situationen vermittelt wird. Darunter fällt zum einen die Nutzung sozialer Medien, z.B. das Überfliegen von Social Media Feeds, die auch Nachrichten oder beruflich relevante Informationen enthalten oder beim Lernen mit YouTube-Videos. Zum anderen erforscht die Arbeitsgruppe die Mensch-Maschine Kommunikation, spezieller, die Interaktion mit kommunikativer künstlicher Intelligenz (KI).