Projekt

RHET AI Center: Human-AI Interaction

Ziel dieses Projekts ist es, die kognitiven und metakognitiven Prozesse zu verstehen, die bei der Interaktion von Nutzenden mit KI-Systemen ablaufen – insbesondere in Situationen, in denen Personen generative KI nutzen, um sich über wissenschaftliche Inhalte zu informieren. Dabei wird eine kognitive Perspektive eingenommen, die die menschlichen Nutzenden in den Mittelpunkt der Analyse stellt. Diese Forschung untersucht neue Formen der Interaktion zwischen Nutzenden und KI und geht der Frage nach, wie Nutzende KI-generierte Informationen verarbeiten, interpretieren, bewerten und integrieren und wie diese Prozesse durch die dynamische Wechselwirkung zwischen menschlicher Kognition und KI-Verhalten geprägt werden.

Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der experimentellen Analyse neuer Formen der Interaktion zwischen Nutzenden und KI, mit dem Ziel, die psychologischen Auswirkungen der KI-Nutzung auf Verständnis, Einstellungen und Entscheidungsfindung zu untersuchen. Im Mittelpunkt stehen Fragen zur Qualität der Interaktion, zur Anpassungsfähigkeit und zur Effektivität des Wissenstransfers sowie dazu, wie Nutzende Fragen formulieren, die Interaktion steuern und KI-Antworten interpretieren, wenn sie sich mit wissenschaftlichen Themen auseinandersetzen. Obwohl der Einsatz von KI-Chatbots zum Erlernen wissenschaftlicher Inhalte immer häufiger wird, ist nach wie vor weitgehend unklar, wie Nutzende bei diesen Interaktionen tatsächlich vorgehen, welche kognitiven Strategien sie anwenden und welche Faktoren die daraus resultierenden Ergebnisse beeinflussen. Um diese Fragen zu klären, untersucht das Projekt systematisch die Interaktionsprozesse zwischen Mensch und KI aus psychologischer Perspektive. Die Versuchsdesigns variieren theoretisch relevante Einflussfaktoren – wie Vorwissen, Motivation, epistemische und ideologische Einstellungen sowie Interaktionsaffordanzen – und untersuchen deren Auswirkungen auf das Verständnis der Nutzenden, themenbezogene Einstellungen, Akzeptanz, Glaubwürdigkeit und Vertrauenswahrnehmung, metakognitive Überwachung, Entscheidungsfindung und Interaktionsverhalten.

Teil der Wissensumgebung

Teil der Arbeitsgruppen

Laufzeit

10/2026 - 09/2029

Förderung

VolkswagenStiftung

Ihre Ansprechperson

Beteiligte

Kooperationspartner

  • Prof. Dr. Annette Leßmöllmann & Dr. Monika Hanauska (KIT - Karlsruher Institut für Technologie)

  • Prof. Dr. Susanne Marschall & Dr. Erwin Feyersinger (Eberhard Karls Universität Tübingen)

  • Dr. Markus Gottschling & Prof. Dr. Olaf Kramer (Eberhard Karls Universität Tübingen)

  • Patrick Klügel & PD Dr. Nina Kalwa (Eberhard Karls Universität Tübingen)