Kommunikationsumgebungen sind primär auf Austausch und Interaktion ausgerichtet. Wissen wird hier häufig beiläufig erworben. Inhalte stammen sowohl von Expert*innen als auch von Laien. Neben überprüfbaren Fakten finden sich persönliche Meinungen, unbeabsichtigte Fehlinformationen und gezielte Desinformation. Das IWM untersucht, wie Menschen Informationen in solchen dynamischen und teilweise „verrauschten“ Umgebungen wahrnehmen, bewerten und weiterverbreiten.
Im Fokus stehen unter anderem:
Die Arbeitsgruppe Wahrnehmung und Handlung untersucht menschliche Wahrnehmungs- und Handlungsprozesse in digitalen Wissensumgebungen. Diese Umgebungen sind oft dynamisch (z.B. Lernvideos), agentisch/sozial (erlauben die Interaktion mit menschlichen und digitalen Akteuren) und verrauscht (enthalten z.B. Falschinformationen und Gegenmeinungen).
Die Forschung der Arbeitsgruppe Wissenskonstruktion fokussiert auf mediale Settings, in denen Gruppen von Personen an einem gemeinsamen Wissensartefakt (zum Beispiel einer Wissensplattform) arbeiten. Wissen wird hier in der Regel nicht direkt zwischen Nutzer*innen, sondern über das Artefakt (das heißt die mediale Plattform) und die dort ablaufenden Prozesse ausgetauscht. Dabei entsteht auf individueller und Gruppenebene neues Wissen.
Die Arbeitsgruppe Alltagsmedien untersucht, wie Wissen in alltäglichen Situationen vermittelt wird. Darunter fällt zum einen die Nutzung sozialer Medien, z.B. das Überfliegen von Social Media Feeds, die auch Nachrichten oder beruflich relevante Informationen enthalten oder beim Lernen mit YouTube-Videos. Zum anderen erforscht die Arbeitsgruppe die Mensch-Maschine Kommunikation, spezieller, die Interaktion mit kommunikativer künstlicher Intelligenz (KI).
Arbeitsgruppe Alltagsmedien
Laufzeit 07/2025 - offen
KI-basierte Gesprächsagenten vermitteln zunehmend gesundheitsbezogene Informationen. Dieses Projekt untersucht, wie ein Chatbot zu frauenspezifischen Gesundheitsthemen hinsichtlich Usability, Zufriedenheit, Unterstützung, Vertrauenswürdigkeit und sozialer Präsenz bewertet wird. Fragebogen- und Nutzungsdaten liefern Erkenntnisse zur Beziehung zwischen Nutzenden und Chatbot und fördern das Verständnis für dessen Einsatz im Gesundheitsbereich.
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Laufzeit 06/2025 - 05/2026
In diesem Projekt wird untersucht, wie sich die Zusammenarbeit mit einem widersprechenden Large Language Model (LLM) auf die Veränderung individueller Überzeugungen auswirkt. Hintergrund ist die Frage, wie digitale Räume, entgegen ihrer Tendenz zu Polarisierung und Echokammern, zu Orten konstruktiver Auseinandersetzung werden können. Aufbauend auf der Forschung zu Intergruppenprozessen wird geprüft, ob sogenannte adversarial collaboration, die gemeinsame Texterstellung mit einem widersprechenden LLM, zu einer Änderung von Einstellungen und Überzeugungen führt.
Zum ProjektArbeitsgruppe Alltagsmedien - Arbeitsgruppe Multimodale Interaktion - Arbeitsgruppe Wahrnehmung und Handlung - Arbeitsgruppe Wissenskonstruktion
Laufzeit 08/2024 - 04/2026
Unsere interdisziplinäre Längsschnittstudie untersucht, wie sich die Dynamik der Mensch-KI-Interaktion über sechs Erhebungszeitpunkte innerhalb eines Jahres entwickelt. Durch die Analyse individueller, verhaltens- und anwendungsbezogener Variablen zielt das Projekt darauf ab, herauszufinden, wie sich Vertrauen, Wahrnehmungen, Selbstwirksamkeit und die Bereitschaft der Nutzenden, mit KI-Systemen zu interagieren, im Laufe der Zeit entwickeln und miteinander in Beziehung stehen. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt sind entscheidend, um Mensch-KI-Interaktion besser zu verstehen. Dieses Wissen wird dazu beitragen, nutzerzentrierte KI-Designs zu gestalten und die ethische Integration dieser Technologien in verschiedene Lebensbereiche zu unterstützen.
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Laufzeit 01/2024 - offen
Die Welt steht derzeit vor einer globalen Krise der psychischen Gesundheit, da viele Menschen mit Problemen kämpfen und keinen ausreichenden Zugang zu professioneller Unterstützung haben. In diesem Zusammenhang haben sich Conversational Agents (CAs) als vielversprechende technologische Lösung erwiesen. Es gibt jedoch nur ein begrenztes Verständnis der psychologischen Prozesse, die positive und effektive Interaktionen mit CAs vorantreiben. Dieses Projekt untersuchte den Einfluss des narrativen Transports und der Nutzenden-CA-Beziehung auf wahrgenommene app-bezogene Vorteile, die Nutzungsintention und wahrgenommenen Stress. Dafür wurden Nutzende einer App für psychische Gesundheit, befragt, Die App setzt einen CA als Mentor ein, um Nutzende durch story- und chatbasierte Interaktionen zu führen. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Forschung, indem es aufzeigt, wie das erzählerische Engagement und die emotionale Bindung an die CAs das Nutzererlebnis und die Wirksamkeit der App verbessern können.
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Laufzeit 01/2024 - 12/2024
Sequenzielle Kollaboration beschreibt einen Kollaborationsprozess im digitalen Raum, bei dem ein Beitragender einen Eintrag erstellt, der von folgenden Beitragenden sequenziell verändert und verbessert oder beibehalten werden kann; wie zum Beispiel in Wikipedia. In diesem Projekt wird untersucht, ob sich das Sammeln von Informationen und die Qualität darauf beruhender Entscheidungen mithilfe von sequenzieller Kollaboration im Vergleich zu Diskussionen in Gruppen verbessert.
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Laufzeit 10/2023 - 09/2026
Theorien zur Ereigniswahrnehmung und -kognition gehen davon aus, dass dynamische Ereignisse in sinnvolle Abschnitte von Teilhandlungen mit partonomischen Beziehungen unterteilt sind. Dies ermöglicht es dem Betrachter, strömende Informationen in Einheiten zu verarbeiten und zukünftige Handlungszustände auf der Grundlage seiner Erwartungen und seines Wissens über das Ereignis vorherzusagen. Ereignismodelle speichern relevante Informationen für Ereignisse und leiten die Wahrnehmung durch Schemata (oder Skripte). Während Ereignismodelle im Langzeitgedächtnis gespeicherte, sofort zugängliche Repräsentationen enthalten, verarbeiten funktionierende Ereignismodelle Wahrnehmungsrepräsentationen der sich entfaltenden Aktivität während des gesamten Ereignisses. Die Untersuchungen in diesem Projekt könnten Aufschluss darüber geben, ob die Ereignisverarbeitung in Arbeits-Ereignismodellen und Langzeit-Ereignisschemata modalitätsabhängig ist. In Anbetracht der Tatsache, dass die Körnung von Handlungen zu unterschiedlichen Verarbeitungsebenen führt - wobei feinkörnige Ereignisse zu grobkörnigen Ereignissen aggregiert werden - wird das Verständnis modaler und amodaler Repräsentationen von feinem und grobem Kontext wichtig für die wahrnehmungsbezogene und konzeptuelle Organisation des Ereignisverständnisses sein. Darüber hinaus wird dieses Projekt die Rolle des Vertrauens und der metakognitiven Sensibilität bei der Ereigniskognition untersuchen. Da sensorische Informationen kontinuierlich in funktionierenden Ereignismodellen verarbeitet werden, um vorherzusagen, was als Nächstes passieren wird, ist es wichtig zu wissen, ob die eigene Kognition auf der Wahrnehmung von Ereignisgrenzen beruht. Die Ergebnisse der Messungen der metakognitiven Sensitivität werden weitere Belege für die Ereignismodelle und ihre Wechselwirkungen mit Ereignisschemata liefern. Schließlich soll in diesem Projekt untersucht werden, ob Ereignisschemata die Verarbeitung von Ereignissen im Allgemeinen beeinflussen und ob wiederholte Exposition gegenüber neuen Ereignissen ihre Kognition verändert. Die Prüfung dieser Fragen wird jedoch anhand von visuellen und verbalen Ereignissen erfolgen, um modalitätsspezifische Auswirkungen verschiedener Kontextkörner (fein und grob) zu beobachten.
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Laufzeit 06/2023 - 05/2026
Unterschiedliche Personen bevorzugen unterschiedliche Auffassungen von Fairness. Im Rahmen dieses Dissertationsprojekts wird daher untersucht, wie sich egozentrische Vorurteile auf die Beurteilung der Fairness von Algorithmen auswirken - ein Thema, das in der Diskussion über KI-Diskriminierungsfälle oft unbeachtet bleibt. Durch das Verständnis des Einflusses von Vorurteilen auf Fairnessbewertungen bietet dieses Projekt Einblicke in die Verbesserung der KI-Entscheidungsfindung in verschiedenen Bereichen.
Zum ProjektArbeitsgruppe Alltagsmedien
Laufzeit 06/2023 - 05/2026
Diskurs zu wissenschaftlichen Erkenntnissen ist unerlässlich, um fundierte Entscheidungen über drängende gesellschaftliche Fragen zu treffen. Gerade in Krisenphasen können Gefahren und Desinformation durch die Vereinfachung, Übergeneralisierung und Instrumentalisierung wissenschaftlicher Erkenntnisse entstehen. Im Rahmen des Projekts „NewOrder“ wird die sich verändernde Wissensordnung in der digitalen Gesellschaft, insbesondere durch die wachsende Anzahl kontroverser Wissenschaftsdiskurse in Online News und Social Media, untersucht.
Zum ProjektArbeitsgruppe Alltagsmedien
Laufzeit 06/2023 - 05/2026
Eine hohe Mobilität und häufige Umzüge stellen eine Herausforderung für Freundschaften dar. Wie bleiben Freundesgruppen miteinander verbunden, wenn sie an unterschiedlichen Orten leben? Bestehende Medien wie WhatsApp oder Zoom ermöglichen nur begrenzt, sich den eigenen Freund*innen nah zu fühlen, erfordern aber dennoch Aufmerksamkeit. Im Projekt VREUNDE sollen hybride Tools entstehen, mit denen Freundesgruppen ihre sozialen Praktiken auch über Distanz fortführen und so ein Gefühl der Verbundenheit miteinander herstellen können.
Zum ProjektArbeitsgruppe Wissenskonstruktion
Laufzeit 03/2023 - offen
Der Ankereffekt bezeichnet das vor fast 50 Jahren von Tversky und Kahneman (1974) beschriebene Phänomen, dass ein numerischer Wert (Anker) die numerische Schätzung zu einer folgenden Frage verändert, auch wenn dieser Anker keinen Zusammenhang mit der Schätzfrage hat. Während der Ankereffekt vielfach repliziert wurde, sind dessen Rahmenbedingungen oft noch unklar und uneindeutig. In diesem Projekt wird die Rolle von Expertise der schätzenden Person auf den Ankereffekt untersucht.
Zum ProjektArbeitsgruppe Alltagsmedien
Laufzeit 01/2023 - offen
Seit der Einführung von ChatGPT im November 2022 ist die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI), insbesondere von KI-basierten Chatbots, für viele Menschen erreichbar geworden. In diesem Projekt wird untersucht, wie Menschen ChatGPT und vergleichbare Chatbots für die Wissenssuche und als Kreativitätswerkzeug nutzen, sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld.
Zum ProjektArbeitsgruppe Wissenskonstruktion
Laufzeit 01/2023 - 12/2024
Sequenzielle Kollaboration beschreibt den Kollaborationsprozess der beispielsweise kollaborativen Online-Projekten wie Wikipedia zugrunde liegt, indem ein Beitragender einen Eintrag erstellt, der von folgenden Beitragenden sequenziell verändert und verbessert oder beibehalten werden kann. Dieses Projekt untersucht das Sammeln von Informationen und die Qualität darauf beruhender Entscheidungen in sequenzieller Kollaboration im Vergleich zu Diskussionen in Gruppen, um tiefere Einblicke in den Konstruktionsprozess von gemeinsamem Wissen zu erhalten.
Zum ProjektArbeitsgruppe Wissenskonstruktion
Laufzeit 11/2022 - 04/2026
Nachrichten über das Weltgeschehen sowie ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigen oft: Passionierte Proteste sind wichtige Treiber für sozialen Wandel und gehen auf die unterschiedlichsten Anlässe zurück. Diese Art des gemeinschaftlichen, auf ein geteiltes Ziel ausgerichteten Handelns wird als kollektiver Protest bezeichnet. Aber was genau motiviert Menschen, an Demonstrationen teilzunehmen, Petitionen zu unterschreiben und sich anderweitig kollektiv zu engagieren?
Zum ProjektArbeitsgruppe Alltagsmedien
Laufzeit 10/2022 - offen
Dieses Promotionsprojekt untersucht das Verhalten von Social Bots, d.h. Social Media Accounts, die nicht von Menschen, sondern von Software oder Algorithmen gesteuert werden, in der Online-Wissenschaftskommunikation, insbesondere ihre Interaktionen mit menschlichen Accounts, und die Auswirkungen dieses Verhaltens: Welche Art von Inhalten wird von Social Bots eher (erneut) gepostet? Wie und in welchem Ausmaß beeinflusst die Aktivität von Social Bots die öffentliche Wahrnehmung der Wissenschaft? Und wie könnten menschliche Nutzer Social Bots erkennen, um deren Einfluss zu vermeiden?
Zum ProjektArbeitsgruppe Wissenskonstruktion
Laufzeit 08/2022 - offen
Mit der Verbreitung des Internets und dem Aufkommen kollaborativer Online-Projekte wie Wikipedia und OpenStreetMap hat sich auch die Zusammenarbeit von Personengruppen radikal verändert. Statt als Gruppe gemeinsam Informationen zu teilen und Urteile zu treffen, organisieren sich Beitragende in einem sequenziellen Kollaborationsprozess, bei dem eine sequenzielle Kette einen ersten unabhängigen Eintrag gestartet wird, der von folgenden Beitragenden verändert und verbessert oder beibehalten werden kann. In diesem Projekt wird untersucht, ob und unter welchen Rahmenbedingungen Beitragenden in einem solchen Prozess zu genauen Urteilen kommen.
Zum ProjektArbeitsgruppe Alltagsmedien
Laufzeit 06/2022 - offen
Der Einsatz von KI-gesteuerten Sprachassistenten (VAs) hat sich in letzter Zeit als eine neue digitale Technologie durchgesetzt, die den Nutzern bei ihren täglichen Aktivitäten hilft. Das hat, unter anderem, dazu geführt, dass verschiedene Formen der Kommunikation mit den Nutzern entstanden sind, die über einfache Befehle hinausgehen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung zu verstehen, wie Menschen körperlose, intelligente und sprachunterstützte Technologien wahrnehmen und zu ihnen in Beziehung treten. Da sich ein wesentlicher Teil der Kommunikation mit diesen virtuellen Akteuren um Informationen dreht, sind Faktoren wie die Glaubwürdigkeit und die wahrgenommene Intelligenz der Quelle immer wichtiger geworden.
Zum ProjektArbeitsgruppe Wissenskonstruktion
Laufzeit 12/2021 - 11/2026
Ein Blick in die Nachrichten macht deutlich: Überall auf der Welt gehen Menschen aus verschiedensten Gründen auf die Straße. Ihr leidenschaftliches Engagement für (oder gegen) eine Sache ist oft das Ergebnis von sozialer Einflussnahme, die heute häufig über emotionalisierte Kommunikation im Internet erfolgt. Aber was genau motiviert Menschen, an Demonstrationen teilzunehmen, Petitionen zu unterschreiben und sich anderweitig kollektiv zu engagieren?
Zum ProjektArbeitsgruppe Alltagsmedien
Laufzeit 10/2020 - 09/2023
Mehr als eine halbe Milliarde Menschen weltweit nutzen berufliche soziale Online-Netzwerke wie LinkedIn und Xing, insbesondere im Bereich der Wissensarbeit. Das Ziel des DFG-geförderten Projektes ist es, mehr darüber zu lernen, welche positiven Effekte die Nutzung sozialer Online-Netzwerke für Wissensarbeiterinnen und Wissensarbeiter hat.
Zum ProjektArbeitsgruppe Multimodale Interaktion
Laufzeit 01/2018 - offen
Die Digitalisierung durchdringt zahlreiche Lebensbereiche und bietet immer neue Möglichkeiten – im Unterricht, im Privaten ebenso wie in Organisationen. Apps werden z.B. zur Pandemiebekämpfung eingesetzt; Roboter, künstliche Intelligenz und Virtual Reality (VR)-Brillen unterstützen im Unterricht und bei der Arbeit. Diese neuen Technologien bringen Chancen, aber auch zahlreiche Herausforderungen mit sich, wie beispielsweise für Lehrkräfte in der Unterrichtsgestaltung oder für Führungskräfte und ihre Mitarbeitenden in Organisationen. Nicht immer sind Nutzer*innen daher von der ersten Minute an von neuen Technologien und den für sie damit einhergehenden Veränderungen begeistert - selbst wenn sie vom Nutzen der Technologien womöglich objektiv profitieren können.
Zum ProjektLaufzeit
Online zirkulieren zahlreiche Verschwörungstheorien, z.B. über den Klimawandel, die Auswirkungen von Impfungen und andere gesellschaftlich relevante Themen. Verschwörungstheorien sind populär, zugleich jedoch oft gefährlich für die Gesellschaft, da sie zu weniger politischem und persönlichem Engagement und weniger Vertrauen im Allgemeinen sowie gegenüber Autoritäten führen können. Trotz ihrer Popularität wissen wir bislang verhältnismäßig wenig über den Zusammenhang von Verschwörungstheorien und sozialem Einfluss, sowie über die sozialen Faktoren, die bei der Entstehung und Beibehaltung von Verschwörungstheorien eine zentrale Rolle spielen könnten. Dieses Forschungsprojekt zielte darauf ab, diese Zusammenhänge besser zu verstehen und Wege zu untersuchen, wie der Einfluss von Verschwörungstheorien verringert werden kann.
Zum ProjektArbeitsgruppe Wahrnehmung und Handlung
Laufzeit 03/2023 - offen
Während das Ziel der Propaganda in der Vergangenheit darin bestand, Bürger*innen von einer bestimmten Agenda zu überzeugen, haben neuartige Formen der Desinformation ein anderes Ziel vor Augen: Verwirren statt überzeugen. Oder wie der Berater des ehemaligen Präsidenten Trump, Steve Bannon, es ausdrückte: “The Democrats don’t matter. The real opposition is the media. And the way to deal with them is to flood the zone with shit”. Obwohl diese zone-flooding Strategie eine ernsthafte Bedrohung für das Funktionieren der Demokratie darstellt, mangelt es derzeit an empirischen Untersuchungen, die ihre Auswirkungen auf Bürger untersuchen. Wir führen eine strenge, vorab registrierte Untersuchung der Auswirkungen von Zonenüberschwemmungen durch, die modernste Methoden der Signalerkennungstheorie und der Metakognition nutzt, um drängende Fragen zu klären: Beeinträchtigt Zonenüberflutung die Fähigkeit der Bürger, Wahrheit von Unwahrheit zu unterscheiden? Beeinträchtigt es ihre Einsicht in die Richtigkeit dieser Unterscheidung? Macht es die Bürger skeptischer oder leichtgläubiger? Und sind diese Effekte politisch symmetrisch?
Zum ProjektArbeitsgruppe Wissenskonstruktion
Laufzeit 01/2023 - offen
Roboter und künstliche Intelligenz (KI) dienen zunehmend als Kooperationspartner für Menschen. Textbasierte Chatbots, die die Kommunikation von Menschen mit einem technischen System über natürliche Sprache ermöglichen, haben sich in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen verbreitet. Über die Prozesse in Teams, die aus Menschen und KI bestehen, ist bisher wenig bekannt. Im Fokus dieses Dissertationsprojekts steht daher die Erforschung von Zusammenhängen zwischen Teamzusammensetzung und Teamperformanz und -dynamik.
Zum ProjektLaufzeit 04/2022 - 09/2023
Auch wenn neue Informationen oder Situationen neue Perspektiven nahelegen, halten Menschen häufig an ihren bisherigen Einstellungen und Verhaltensweisen fest. Wenn sie beispielsweise im Internet nach Informationen suchen oder über Medien mit solchen konfrontiert werden, bevorzugen sie Aussagen, die im Einklang mit bisherigen Überzeugungen stehen gegenüber solchen, die davon abweichen. Derartige konfirmatorischen Tendenzen können negative Konsequenzen wie die Polarisierung von Einstellungen oder das Treffen suboptimaler Entscheidungen haben. Ein flexibler Verarbeitungsstil im Umgang mit neuen Informationen könnte dem entgegenwirken.
Zum ProjektArbeitsgruppe Wahrnehmung und Handlung
Laufzeit 02/2021 - 01/2025
Mit dem zunehmenden technologischen Fortschritt in der Welt wird auch die Präsenz künstlicher Agenten im täglichen Leben immer offensichtlicher. Die Untersuchung der Interaktion zwischen Menschen und künstlichen Agenten, wie z. B. Robotern, steht seit langem im Blickpunkt der Forschung. Während sich die Forschung in diesem Bereich traditionell darauf konzentriert, wie Roboter unser Leben verbessern können, zielt dieses Promotionsprojekt darauf ab, die Hilfe von Menschen für Roboter zu untersuchen.
Zum ProjektArbeitsgruppe Alltagsmedien
Laufzeit 01/2021 - 11/2024
Mit dem Beginn der SARS-CoV-2 Pandemie wurden viele Treffen in Alltag, Schule, Studium und Beruf in den virtuellen Raum verlegt. In diesem Projekt werden anhand einer Reihe von Experimenten und Fragebogenstudien die Auswirkungen und Erfolgsfaktoren virtueller Treffen untersucht. Im speziellen Fokus der Untersuchungen steht unter anderem die individuelle Nutzung der Kamera bei Videokonferenzen und deren positive und negative Auswirkungen.
Zum ProjektLaufzeit 11/2020 - 10/2024
Menschen neigen dazu technische Systeme als soziale Akteure zu behandeln und ihnen menschenähnliche Eigenschaften zuzuschreiben (z.B., wenn sie einen Computer auffordern, schneller zu arbeiten). Mit der fortschreitenden Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) könnte diese Tendenz weiter verstärkt werden, da technische Systeme immer fähiger werden (z.B. beim Lösen komplexer Probleme oder in der individuellen Anpassung an die Nutzenden) und ihr Design zudem häufig gezielt menschenähnlich gestaltet wird.
Zum ProjektLaufzeit 10/2020 - 09/2024
Künstliche Intelligenzen (KIs) sind zunehmend in schriftlicher Online-Kommunikation involviert und beeinflussen schon heute die Gestaltung von Nachrichten, die wir erhalten. Einige solcher KI-basierten Programme zielen dabei auf die Modifikation zwischenmenschlicher Prozesse und Wahrnehmungen ab, indem Sprachmerkmale der Nachrichten verändert werden. Ein solches Ziel könnte beispielsweise das Hinterlassen eines positiven Eindrucks des Senders einer Nachricht beim Empfänger sein.
Zum ProjektArbeitsgruppe Multimodale Interaktion - Arbeitsgruppe Realitätsnahe Darstellungen
Laufzeit 10/2020 - 09/2024
Im Rahmen dieses Projekts, das Teil des Forschungsnetzwerkes "Mensch-Agenten-Interaktion" ist, wird untersucht, wie Laien (sowie Literaturexpertinnen und -experten) ein auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierendes Schreibtool wahrnehmen und bewerten, das kreativen Output wie z.B. kurze narrative Texte und Gedichte erzeugt. Wie glaubwürdig, kreativ und einfach zu lesen sind die Ergebnisse eines solchen auf GPT-3 basierenden Schreibtools?
Zum ProjektArbeitsgruppe Alltagsmedien
Laufzeit 07/2020 - 06/2024
Mit den rasanten Fortschritten im Bereich der künstlichen Intelligenz treten Unternehmen zunehmend über automatisierte Systeme mit Konsumierenden in Kontakt. Dieses Projekt untersuchte, wie Nutzende Interaktionen mit textbasierten Dialogsystemen oder „Chatbots“ wahrnehmen, die natürliche Sprache zur Kommunikation verwenden. Chatbots, die häufig im Kundenservice und bei der Produktberatung über Websites oder Messaging-Plattformen eingesetzt werden, werfen die Frage auf, ob Nutzende menschliche Agenten gegenüber automatisierten Systemen bevorzugen und wie menschenähnliche Eigenschaften von Chatbots - sowohl verbale als auch nonverbale - das Engagement und die Zufriedenheit der Nutzenden beeinflussen.
Zum ProjektArbeitsgruppe Alltagsmedien
Laufzeit 03/2020 - 11/2024
Die SARS-CoV-2 Pandemie hat das Leben vieler Menschen einschneidend verändert und Unsicherheit, Stress und Angst verursacht. In diesem Projekt wird untersucht, wie Personen soziale Medien, Podcasts, Nachrichten und Unterhaltungsangebote nutzen, um mit diesen Gefühlen umzugehen. Wir fokussieren darüber hinaus, wie die Mediennutzung mit einer erfolgreichen Bewältigung zusammenhängt, und auch, wie die Mediennutzung mit Wissen und empfehlungs-konformen Verhalten zusammenhängt.
Zum ProjektArbeitsgruppe Alltagsmedien
Laufzeit 05/2018 - 12/2024
Die meisten Nachrichten auf sozialen Medien werden nur überflogen und nicht aufmerksam gelesen. Das regelmäßige Überfliegen solcher Nachrichten ist jedoch keineswegs nutzlos, sondern kann dabei helfen, sogenannte Ambient Awareness zu entwickeln, ein Bewusstsein darüber, wer im Netzwerk was macht und weiß. Aufbauend auf Vorarbeiten aus dem ERC-Projekt ReDeftie werden die zugrundeliegenden Prozesse und Effekte weiter untersucht.
Zum ProjektArbeitsgruppe Alltagsmedien
Laufzeit 04/2018 - offen
Die Video-Sharing-Plattform YouTube ist mittlerweile die zweitgrößte Suchmaschine. „How to...“-Videos gibt es zu fast jedem Thema – von Make-up-Tipps über Lösungen für Software-Probleme bis hin zur Reparatur von Waschmaschinen. Diese Videos bieten einen einfachen und günstigen Zugang zu Lernangeboten. Wie häufig werden diese Videos für informelles Lernen verwendet, und welche Rolle spielt der Protagonist/die Protagonistin?
Zum ProjektArbeitsgruppe Alltagsmedien
Laufzeit 03/2018 - 08/2024
Krisen sind im Sport häufig, seien es Dopingfälle oder auch schlechte Leistungen. Wie beeinflussen solche Krisen das Vertrauen in Sportlerinnen und Sportler und letztendlich auch die Nachfrage nach Sportveranstaltungen? Die meisten Profi-Sportlerinnen und -sportler und Teams verfügen mittlerweile über Profile auf sozialen Medien wie Facebook oder Instagram. Führen diese direkteren Interaktionen (Kommentare, Likes) zu einer stärkeren Bindung, und können sie die negativen Effekte einer Krise abfedern?
Zum ProjektLaufzeit 06/2016 - 10/2023
Universitäten ebenso wie Organisationen allgemein kommunizieren häufig soziale Normen an ihre Mitglieder. Solche Normen beschreiben erwartete Verhaltensweisen, die Mitglieder zeigen sollten. In den letzten Jahren ist insbesondere die Bedeutung von ‘exzellenter‘ Leistung gewachsen: Zahlreiche Universitäten und Organisationen betonen z.B. auf ihren Webseiten oder internen Kommunikationsplattformen die Bedeutung von ‘Exzellenz‘ und die Premiumqualität ihrer Angebote. Wie reagieren Mitglieder auf solche Normen, die exzellente Leistung betonen?
Zum ProjektLaufzeit 06/2013 - 01/2024
Gruppen spielen in zahlreichen Situationen eine wichtige Rolle: Mitglieder eines Teams bearbeiten gemeinsam Projekte, Studierende bilden Lerngruppen und Mitglieder von Online-Gruppen diskutieren für sie wichtige Themen. In diesem Zusammenhang werden in einem Dissertationsprojekt hauptsächlich zwei Fragen untersucht: Wie reagieren die Mitglieder einer Gruppe, wenn sich ein Mitglied ihrer Gruppe anders verhält, als sie das von ihm erwarten? Und wann reagieren sie auf eine bestimmte Weise?
Zum ProjektArbeitsgruppe Multimodale Interaktion
Laufzeit 01/2013 - offen
Der Einsatz interaktiver Multi-Touch-Oberflächen nimmt kontinuierlich zu. Daher sind manuell bedienbare Benutzeroberflächen, wie Multi-Touch-Tische, Tablets oder Smartphones, heutzutage in vielen öffentlichen Einrichtungen und Privathaushalten zu finden. Diese Benutzeroberflächen ermöglichen eine direkte Manipulation externer Repräsentationen, ohne dass zusätzliche Eingabegeräte (z.B. Maus) benötigt werden. Daher stellt sich die Frage, wie manuelle Interaktionen gestaltet werden sollten, um Informationsverarbeitungsprozesse zu unterstützen.
Zum ProjektArbeitsgruppe Wahrnehmung und Handlung
Laufzeit 01/2012 - offen
Es wird allgemein angenommen, dass Menschen Informationen bevorzugen, die der eigenen Meinung entsprechen und Gegenmeinungen weitgehend ausblenden. Dieses Streben nach Bestätigung und „Gleichklang“ wird auch für eine Reihe von toxischen Phänomenen im Internet verantwortlich gemacht: das Entstehen von Echokammern und Filterblasen, die Polarisierung der Gesellschaft, oder die Verbreitung von Falschinformationen. Das vorliegende Projekt untersucht, wie Menschen mit Gegenmeinungen umgehen – werden Gegenmeinungen wirklich ignoriert?
Zum ProjektArbeitsgruppe Multimodale Interaktion
Laufzeit 01/2008 - 12/2023
Das WWW zeichnet sich durch eine hohe Informationsfülle und durch eine heterogene Informationsqualität aus. Für eine erfolgreiche Webrecherche zu konfligierenden wissenschaftsbezogenen Themen ist es daher oftmals erforderlich, die Informationsquellen und darin enthaltenen Informationen hinsichtlich ihrer Vertrauenswürdigkeit zu bewerten und (potenziell konfligierende) Informationen aus verschiedenen Quellen zu vergleichen und abzuwägen. Das Projekt beschäftigt sich insbesondere damit, wie spezifische Nutzereigenschaften sowie bestimmte Texteigenschaften Bewertungsprozesse bei der Informationsrecherche im Web beeinflussen können.
Zum ProjektArbeitsgruppe Multimodale Interaktion
Laufzeit 01/2008 - 12/2023
Das WWW bietet einen leichten und schnellen Zugang zu enormen Informationsmengen – von allerdings recht unterschiedlicher Qualität. Frühere empirische Studien haben jedoch gezeigt, dass sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Erwachsene bei der Websuche spontan eher selten darauf achten und kritisch bewerten, woher die Informationen stammen. Dieses Projekt untersucht daher verschiedene Ansätze, wie Webnutzer bei der Informationsbewertung und -auswahl unterstützt werden können.
Zum ProjektArtikel (peer-reviewed) | Bücher und Buchbeiträge | Tagungsbände und Themenspecial | Forschungsdaten | Sonstige Publikationen
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