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16.3.2026
Wie Schule smart, aktivierend und gerecht werden kann
Seit der Corona-Pandemie hat die Digitalisierung an Schulen spürbar an Dynamik gewonnen – zugleich bleibt vielerorts noch viel zu tun. Im Bitkom-Podcast „Smart School“ spricht Prof. Dr. Ulrike Cress, Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM), darüber, wie Schule digitaler, aktivierender und gerechter werden kann. Dabei erläutert sie, warum sich das Bildungssystem mit digitalem Wandel lange schwertat und welche Voraussetzungen es braucht, um diesen Prozess nachhaltig voranzubringen.
Eine zentrale Rolle spielen dabei digitale Materialien, die so selbstverständlich nutzbar sein sollten wie ein Schulbuch. Sie eröffnen neue Möglichkeiten für Adaptivität, Personalisierung und Individualisierung im Unterricht. Kinder können gezielter auf ihrem jeweiligen Lernstand angesprochen, Inhalte lebensnäher und verständlicher aufbereitet werden. Oder, wie Ulrike Cress es formuliert: „Eine aktivierende Schule ist mein Ziel – keine Schule, die Kinder langweilt, sondern eine Schule, die begeistert.“
Durch abrufbereite Materialien können Kinder nicht nur aktiviert, sondern Lehrkräfte auch entlastet werden – etwa bei der Vor- und Nachbereitung des Unterrichts oder bei der Begleitung heterogener Lerngruppen. Voraussetzung dafür sind jedoch entsprechende Kompetenzen auf Seiten der Lehrkräfte ebenso wie der Schüler*innen. Im Podcast betont Ulrike Cress deshalb auch die Bedeutung von Weiterbildung, gerade mit Blick auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. KI sollte im Unterricht nicht dazu dienen, Lernenden Denkprozesse abzunehmen, sondern sie beim Lernen gezielt zu unterstützen.