News

15.7.2026
IWM untersucht in der kommenden Förderphase, wie KI die Wissenschaftskommunikation verändert
Die VolkswagenStiftung fördert das Tübinger Forschungszentrum RHET AI – Center for Rhetorical Science Communication Research on Artificial Intelligence bis 2029 weiter. Das gab die Stiftung Anfang Juli 2026 bekannt. Das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) wird Teil des Centers. Es übernimmt eine zentrale Rolle und leitet einen Teilbereich zur Empirischen Erforschung der Kommunikation mit KI.
RHET AI erforscht, wie Künstliche Intelligenz die Kommunikation von Wissenschaft beeinflusst. In der ersten Förderphase standen vor allem öffentliche Vorstellungen, Narrative und Debatten über KI im Mittelpunkt. Nun richtet sich der Blick stärker darauf, wie Menschen KI nutzen, um sich über wissenschaftliche Themen zu informieren – und wie KI künftig selbst zur Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse beitragen kann.
„Künstliche Intelligenz verändert nicht nur, wie wissenschaftliche Informationen verbreitet werden. Sie verändert auch, wie Menschen nach Informationen suchen und wie sie diese verstehen. Deshalb ist es wichtig zu erforschen, wie KI die Wissenschaftskommunikation sinnvoll unterstützen kann“, betont Prof. Dr. Ulrike Cress, Direktorin des IWM. Beteiligt sind die IWM-Arbeitsgruppen Wissenskonstruktion und Wahrnehmung und Handlung. „Wir freuen uns sehr, dass das Leibniz-Institut für Wissensmedien in der zweiten Förderphase Teil des RHET AI Centers wird“, sagt Prof. Dr. Olaf Kramer, Sprecher des RHET AI Centers. "Mit seiner empirischen und experimentellen Expertise ergänzt das IWM unsere rhetorische Perspektive auf Wissenschaftskommunikation ideal“.
RHET AI wird von der Universität Tübingen und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) getragen. Zukünftig ist auch das Leibniz-Institut für Wissensmedien Teil des Centers. Weitere Partner aus Wissenschaft und Praxis sind unter anderem die Stony Brook University, das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation, die experimenta Heilbronn, Wissenschaft im Dialog, der Volkshochschulverband Baden-Württemberg sowie das Center for Human Technology.
RHET AI ist eines von vier Zentren für Wissenschaftskommunikationsforschung in Deutschland, die im Rahmen der Initiative „Wissenschaftskommunikation hoch drei“ weiter gefördert werden. Insgesamt stellt die VolkswagenStiftung für die zweite Förderphase rund sieben Millionen Euro bereit. Auf RHET AI entfallen davon rund 2,2 Millionen Euro.